Hochsensibilität

In der Forschung und Literatur zur Hochsensibilität geht man davon aus, dass Menschen sich darin unterscheiden, wie viele und wie detailreiche Sinneseindrücke sie aufnehmen und verarbeiten können.

"Hochsensible" haben einen weniger starken Filter, so dass sie viel mehr und viel feinere Sinneseindrücke wahrnehmen. Diese feinere Wahrnehmung geht mit einer schnelleren Ermüdung und Überforderung, bzw. Reizüberflutung einher. Die schärfere Beobachtungsgabe kann jedoch auch positiv genutzt werden: wenn zum Beispiel ein Musiker von seinem feinen Gehör, oder eine Beraterin im Gespräch mit ihren Klienten von ihrer feinen Wahrnehmung profitieren kann.

Gibt es das Phänomen "Hochsensibilität" im Sinne eines solchen Unterschiedes in der Verarbeitung von Sinnesreizen wirklich?

Oder handelt es sich eher um ein "Epiphänomen", dem in Wirklichkeit andere, möglicherweise individuell unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen?